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September

2025

Im Gespräch mit unseren Lernenden

Wie sieht eigentlich der Alltag einer angehenden Zeichnerin oder eines angehenden Zeichners Fachrichtung Innenarchitektur aus?

Alessia und Severin geben Einblick in ihren Alltag

Wie sieht eigentlich der Alltag einer angehenden Zeichnerin oder eines angehenden Zeichners Fachrichtung Innenarchitektur aus? In unserer aktuellen Ausgabe geben wir Ihnen einen Einblick in die Ausbildung und zeigen, wie vielseitig und spannend der Weg zum Berufsabschluss ist. Unsere Lernenden Alessia Talerico (4. Lehrjahr) und Severin Müller (2. Lehrjahr) berichten über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Highlights. Die Ausbildung dauert insgesamt vier Jahre und verbindet Praxis im Betrieb mit fundiertem Fachwissen an der Berufsschule in Lenzburg – der einzigen Schule für alle deutschsprachigen Kantone.

Könnt ihr euch unseren Leserinnen und Leser kurz vorstellen?

Alessia: Ich wohne mit meinen Eltern und meiner jüngeren Schwester in Ruswil. In meiner Freizeit zeichne ich gerne und treffe mich mit Freunden, so finde ich einen guten Ausgleich zur Ausbildung.

Severin: Ich wohne in Kriens, Obernau zusammen mit meinen Eltern und meinem grossen Bruder. In meiner Freizeit gehe ich fleissig ins Gym, fahre Motorrad, treffe mich mit meinen Freunden und liebe es, mich neuen Herausforderungen zu stellen.

Was hat euch dazu bewegt, die Lehre als Zeichner/in Fachrichtung Innenarchitektur zu wählen?

Alessia: Für mich war von Anfang an klar, dass ich einen Beruf erlernen möchte, in dem ich Kreativität und technisches Wissen miteinander verbinden kann. Zudem habe ich mich schon immer sehr für Innenarchitektur, Farben und Materialien interessiert. Die Lehre als Zeichnerin Innenarchitektur war für mich daher genau die richtige Wahl.

Severin: In der Schule war das bildnerische Gestalten eines meiner Lieblingsfächer. Ich habe schon immer gerne gezeichnet und mich für Gestaltung interessiert. Perspektivenzeichnungen und 3D-Zeichnungen habe ich am liebsten gemacht. Daher wusste ich schnell, dass ich etwas in diese Richtung machen möchte. Die Innenarchitektur hat mich von den verschiedenen Fachrichtungen am meisten angesprochen.

Severin, wie blickst du auf dein erstes Lehrjahr zurück?

Severin: Mein erstes Lehrjahr verlief sehr gut. Es war eine ziemliche Veränderung im Vergleich zur Oberstufe. Speziell war auch, plötzlich in einer Klasse mit Personen zu sein, die ich alle nicht kannte. Ich habe mich aber sehr schnell an den Arbeitsalltag und den Betrieb gewöhnt und fühle mich sehr wohl. Ich merke immer wieder, wie sehr ich im Alltag von dieser Ausbildung profitiere.

Wie gestaltet sich ein typischer Arbeitstag bei euch im Büro?

Alessia: Meiner Meinung nach gibt es einen „typischen“ Arbeitstag eigentlich nicht, da jeder Tag anders aussieht. Genau das gefällt mir an meinem Beruf. Die Abwechslung macht es spannend. Zu meinen Hauptaufgaben gehört es, verschiedene Pläne zu zeichnen, zum Beispiel Belegungspläne oder Ausführungs- und Schreinerpläne.

Severin: Mein Arbeitstag beginnt um 8:00 Uhr. Meistens arbeite ich an einem 2D-Plan. Währenddessen kommen ab und zu Anrufe oder Mails von Kunden oder Lieferanten. Es gehört zu meinen Aufgaben, mit diesen Personen zu kommunizieren und wenn möglich weiterzuhelfen. Ausserdem gibt es ständig neue Aufträge für verschiedene Projekte. Mein Arbeitstag ist dadurch immer anders und fühlt sich nie wiederholend an.

Welche Aufgaben bereiten euch besonders Freude?

Alessia: Mir macht es besonders Freude, 3D-Visualisierungen zu erstellen. Dabei kann ich meine Kreativität einbringen und Ideen zusammen mit der passenden Materialwahl sichtbar machen. Durch die realistischen Renderings bekommt der Kunde einen klaren Eindruck des Konzepts und kann sich den Raum besser vorstellen. Das Präsentieren der Renderings ist für mich immer ein besonderer Moment.

Severin: Am meisten Spass macht mir, dass ich an allen Etappen eines Projekts arbeiten kann und darf. Zu sehen, wie sich ein Projekt entwickelt und mit der Zeit verändert, ist für mich das Spannendste am Beruf. Besonders gerne visualisiere ich Projekte und schaue mir die Umsetzung an. Dabei sieht man, wie das Projekt real wird und wie viel Mühe und Arbeit dahintersteckt.

Gibt es ein Projekt, auf das ihr besonders stolz seid oder in Erinnenung geblieben ist?

Alessia: Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Planung der Büroräume der Zihlmann AG in Wolhusen. Dazu durfte ich im ersten Lehrjahr meine allerersten Renderings erstellen. Obwohl ich noch ganz am Anfang war, habe ich dabei schnell gemerkt, wie viel Freude mir das Visualisieren bereitet.

Severin: Mir wird das Lehrerzimmer des BBZB am Bahnhof Luzern immer im Kopf bleiben. Es war das erste Projekt, bei dem ich von Anfang bis Ende planen, besprechen und koordinieren durfte – mein erstes eigenes Projekt. Den gesamten Ablauf und alle Schritte eines Projekts zu sehen und zu leiten, war sehr lehrreich und spannend.

Wie nehmt ihr die Zusammenarbeit im Team wahr?

Alessia: Mir gefällt die Zusammenarbeit im Team bei RAUMUNDDESIGN sehr. Ich schätze es, dass wir uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Ausserdem kann ich viel vom Wissen und den Erfahrungen der anderen profitieren. So lerne ich immer wieder Neues dazu und kann mich weiterentwickeln.

Severin: Ich erlebe die Zusammenarbeit im Team sehr positiv. Bei uns hat jeder seine Stärken und deshalb können wir Lernenden von allen Personen unterschiedliche Dinge lernen. Da wir von allen ausgebildet werden, arbeiten wir auch mit allen zusammen. So profitieren alle gegenseitig voneinander.

Alessia, welche Ziele hast du dir für dein viertes Lehrjahr gesetzt?

Alessia: Im vierten Lehrjahr möchte ich noch möglichst viel Wissen sammeln und mich gut auf die Abschlussprüfung vorbereiten, damit ich die Lehre erfolgreich abschliessen kann.

Welche Tipps möchtet ihr neuen Lernenden mit auf den Weg geben, die gerade ihre Ausbildung begonnen haben?

Alessia: Mein Tipp ist, möglichst viele Fragen zu stellen und Erfahrungen zu sammeln. Denn davon kann man unglaublich viel lernen. Wichtig ist auch, Geduld mit sich selbst zu haben. Am Anfang wirkt vieles noch kompliziert, aber mit der Zeit versteht man immer mehr.

Severin: Anstatt einfach den Anweisungen zu folgen, sollte man immer neugierig sein und Fragen stellen, wenn etwas unklar ist. Es wird nicht erwartet, dass man alles sofort versteht oder kann. Sehr geschätzt wird ausserdem, wenn man eigene Ideen einbringt – auch wenn diese nicht immer umgesetzt werden können.

Herzlichen Dank für das spannende Gespräch. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Motivation und Engagement ihr bei der Ausbildung dabei seid. Wir freuen uns, euch auf diesem Weg zu begleiten und eure Fortschritte mitzuerleben – weiter so!

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